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Vorurteile über Schwule




Im Folgenden gehen wir auf die wichtigsten Vorurteile über schwule Männer ein. Wir wollen Ihnen damit zeigen, woraus viele Leute Ihre Argumente beziehen - wenn man es überhaupt Argumente nennen kann - und wie verkehrt sie sind. Das hilft Ihnen einerseits, Ihre eigenen Ängste etwas unter die Lupe zu nehmen und abzubauen, andererseits stärkt es sie für Diskussionen mit anderen.




Vorurteil 1:
"Einen Schwulen erkenn’ ich auf 50 Meter."
Hinter dieser Aussage stecken gleich mehrere Vorurteile. Es fängt damit an, dass Schwule als kleine Jungs angeblich mit Puppen spielen und Mamakinder sind. Völlig falsch. Es gibt Tausende von Schwulen, die niemals Interesse an Puppen hatten. Sie haben sich als Kinder genau so für Autos, Baukästen und Fußball interessiert wie andere Jungs auch. Es gibt sogar schwule Fußballclubs.

Tatsächlich hängen viele kleine Jungen, die sich später als schwul erweisen, an Mamas Rockzipfel. Das hat aber mit Papa zu tun, denn jedes Kind erlebt zwischen etwa drei und fünf Jahre eine wichtige frühkindliche Phase der sexuellen Entwicklung. In dieser Phase versuchen kleine Mädchen zum Beispiel die Mama zu imitieren und probieren die Wirkung an Papa aus. Kleine schwule Jungs machen das auch. Sie orientieren sich an Mama um Papa zu gefallen. Der heterosexuelle Papa bemerkt unbewusst, dass irgendetwas nicht stimmt. Weil er aber nicht weiß, was es ist, zieht er sich zurück. Der kleine Junge fühlt sich zurück gewiesen und hängt sich an Mama. Völlig logisch.

Natürlich können Sie das nicht mehr rückgängig machen, falls es passiert sein sollte, aber es zeigt einmal mehr, wie wichtig es für alle Kinder ist ihnen immer das Gefühl zu geben, dass sie akzeptiert und geliebt werden. Es ist das Grundbedürfnis des Menschen geliebt zu werden. Durch Ihre bedingungslose Liebe schaffen Eltern bei ihren Kindern die Grundlage für das Urvertrauen, ohne das kein Mensch ein glückliches, erfolgreiches Leben erreichen kann.

Das zweite Vorurteil, dass hier mitspielt ist, dass Schwule "weibisch" sind. Tatsächlich haben viele Schwule einen ausgeprägten Sinn für schöne Dinge, für Kunst und eine normalerweise den Frauen zugeschriebene soziale Kompetenz. Zum einen ist das kein Nachteil und zum anderen liegt es sicher daran, dass sich viele Schwule mehr als Heterosexuelle gestatten, ihre weibliche Seite auszuleben. Es macht manchen sicherlich auch Spaß, damit zu provozieren oder gar zu persiflieren. Sie machen sich über das Bild lustig, das die heterosexuelle Welt von ihnen hat.




Vorurteil 2:
Schwule sind bindungsunfähig
Völliger Quatsch. Es gibt viele Schwule, die zehn, 20 oder mehr Jahre mit einem Partner zusammen leben. Nicht umsonst fordern Homosexuelle seit Jahren die Homo-Ehe, die jetzt zumindest ansatzweise möglich ist. Und was heißt bindungsunfähig? Was ist mit der heterosexuellen Scheidungsrate? Woher kommen die vielen Singles? Alle bindungsunfähig?

Homosexuelle können erst seit kurzem ihre Partnerschaft offiziell dokumentieren und sie haben in der Regel keine Kinder. Insofern war es für sie einfacher, eine Beziehung, die nicht mehr funktionierte aufzulösen. Offiziell gab es keine Besitztümer, die aufgeteilt werden mussten und um Kinder, wegen derer viele heterosexuelle Paare zusammen bleiben, mussten sie sich im Fall einer Trennung auch nicht kümmern. Aber ansonsten funktionieren homosexuelle Verbindungen genau wie heterosexuelle. In manchen Fällen kommen zusätzliche Schwierigkeiten von außen dazu, weil die Beziehung vielleicht von Eltern und Familie nicht so akzeptiert wird, wie man es sich wünschen würde. Ansonsten gibt es genau so viel Glück, Unglück, Freude und Schmerz wie in einer heterosexuellen Beziehung.

Wenn Ihr Sohn im Teenageralter ist und entdeckt, dass er schwul ist, kann es natürlich sein, dass er seine Partner relativ schnell wechselt, doch das tun heterosexuelle Teenager auch. Kaum einer bleibt jahrelang mit dem ersten Freund oder der ersten Freundin zusammen. Hinzu kommt, dass Schwule mit dem ersten Partner oft sehr viel später dran sind als heterosexuelle Teenager, weil sie zuerst einmal damit klar kommen müssen, dass sie schwul sind. Haben Sie dann ihr Coming Out und entdecken, dass es eine ganze schwule Welt gibt, kann es schon sein, dass sie über die Stränge schlagen. Ist das wirklich so schlimm? Je besser das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Kind ist, desto eher können Sie darüber sprechen und Ihre Ängste oder Bedenken artikulieren. Und denken Sie daran: Bei einem heterosexuellen jungen Mann sagen die meisten Leute "er muss sich die Hörner abstoßen" - warum sollte das ein Homosexueller oder ein Mädchen nicht tun?



Vorurteil 3:
Schwule treiben es mit jedem und überall
Dieses Vorurteil resultiert eindeutig aus mangelnder Kenntnis der schwulen Szene und auch aus einem etwas naiven Verständnis heterosexueller Sexualität. Zunächst einmal: Es gibt Schwule, die wechselnde Sexualpartner haben, die Darkrooms besuchen und dort ihre Sexualität mit verschiedenen Partnern und mehr oder weniger öffentlich ausleben. Großes Aber: Es gibt ungezählte Heterosexuelle, die Pornoshops, Peepshows, Bordelle und Swinger Clubs besuchen. Wo liegt der Unterschied?

Diese Verhaltensweisen mögen mit Ihrer moralischen oder religiösen Einstellung nicht vereinbar sein, aber sie sind nichts, was typisch homosexuell ist. Ob jemand diese oder jene Sexualpraktiken bevorzugt ist eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich treffen muss, egal ob hetero- oder homosexuell.

Ich persöhnlich finde Schwule überhaupt nicht eklig, widerlich, pervers oder sonst was. Ich freu mich immer wenn ich sie auf den Strassen sehe XD. Dann wird der Fotoapparat gezuckt *frech grinz*. Stay gay! ^^